Am 10.12.2015 mussten Harald Kraeges 25 Sibirian Huskys und Grönlandhund-Mischlinge früh aufstehen. Gemeinsam machten sie sich mit Martina Korb und Stefanie Lage auf den 260 km langen Weg nach Hamburg zum Kinderhospiz Sternenbrücke um den Kindern und Familien dort eine kleine Auszeit vom Alltag zu ermöglichen.
Die Ankunft der Hunde wurde in Hamburg schon gespannt erwartet, der große Anhänger der Hunde genau unter die Lupe genommen, aber als die Türen des Transporters geöffnet wurden, gab es nur noch Augen für die Tiere, die zum Teil aufgeregt, zum Teil geduldig auf das was kommen würde warteten.
Harald Kraege baute mit seinem Team ein sogenanntes stakeout auf, eine lange Leine an der die Hunde so befestigt werden können, dass sie sich zwar bewegen, aber nicht mit dem Nachbarn verknoten können.
Ein beeindruckendes Bild, der große Anhänger, davor 25 Hunde und die Menschen, für die sie heute da sein sollten.
Schon während der Vorbereitungen fand so manch einer „seinen“ Hund, dem er nun ganz nahe sein konnte, einfach rührend zu sehen, wie sich Mensch und Hund annähern und die Begegnung, die ganz unterschiedlich ausfallen kann, genießen. Jeder Mensch sucht sich den Hund, der am besten zu seinem Gemüt passt, heraus. Die einen zieht es mehr zu den jungen Wilden, die sich fröhlich hüpfend über streichelnde Hände freuen, die anderen eher zu den unaufdringlich Ruhigen, die sich abwartend geben, die Streicheleinheiten aber genauso genießen.
Es ist schwer in Worte zu fassen, was in mir vorgeht, wenn ich diese Kontakte zwischen Mensch und Hund beobachte.
Den Hunden ist es so offensichtlich egal, ob jemand auf eigenen Füßen steht oder im Rollstuhl sitzt, sie stören sich nicht an körperlicher Andersartigkeit, für sie zählt nur die Intention mit der man ihnen entgegentritt. Sie genießen die Zuwendung, die ihnen auf verschiedenen Arten gegeben wird, einfach, aufrichtig und ehrlich, man kann sich auf sie einlassen und erlebt einen Augenblick von Verbundenheit, Freude und gegenseitiger Akzeptanz, der sich auf den Gesichtern, sowohl mit als auch ohne Fell, ablesen lässt.
Diese wundervolle Eigenschaft seiner Hunde hatte Harald Kraege wohl im Hinterkopf, als er seinen Besuch im Kinderhospiz Sternenbrücke anbot.
Eigentlich ist es doch nicht schwer, in Worten zu sagen, was man hier beobachten kann, es sind kleine Momente des Glücks, ein kurzes Loslassen vom schwierigen Alltag und eine große Zufriedenheit, die in diesen Stunden im Garten der Sternenbrücke zu spüren waren.
Zum Abschluß des Besuchs konnten alle die Hunde bei der Arbeit beobachten. Einen Trainingswagen, die Geschirre und Leinen der Huskies hatten Harald Kraege und sein Team nämlich auch noch auf dem großen Anhänger untergebracht.
Jeder, der Zweifel daran hatte, dass sich die Hunde auf ihre Arbeit freuen, wurde sofort eines Besseren belehrt als die Tiere ihre Ausrüstung sahen. Ein aufgeregtes Bellen und Jaulen lockte auch die letzten Mitarbeiter und Bewohner der Sternenbrücke noch einmal an die frische Luft um zu beobachten, wie acht Hunde den Schlitten in rasanter Fahrt eine Runde durch den angrenzenden Wald zogen.
Ich denke, dass Harald Kraege mit seinen Hunden, nicht nur Spuren im Rasen der Sternenbrücke hinterlassen hat, sondern auch in den Herzen der kleinen und großen Menschen, mit denen wir gemeinsam diesen Tag verbringen durften.

Besonders toll, dass durch die Bildzeitung, RTL und weitere Fernsehsender noch viele Menschen mehr von dieser tollen Aktion von Harald Kraege und seinenbesonderen Schlittenhunde von Westladbergen erfahren können.